Übersicht über die regulatorischen Änderungen bei der Einfuhrumsatzsteuerfreigrenze (De Minimis) in der EU

ERHALTEN SIE AUSFÜHRLICHE INFORMATIONEN DAZU, WAS DAS FÜR SIE ALS VERSENDER UND EMPFÄNGER BEDEUTET

SIE SIND EIN EMPFÄNGER IN DER EUROPÄISCHEN UNION?

ÜBERSICHT ÜBER DIE REGULATORISCHEN ÄNDERUNGEN BEI DER EINFUHRUMSATZSTEUERFREIGRENZE (DE MINIMIS) IN DER EU

Die Umsatzsteuervorschriften in der Europäischen Union (EU*) wurden geändert. Folgende Änderungen treten zum 1. Juli 2021 in Kraft:

  • Bisher waren Handelsgüter, die in die EU importiert wurden, bis zu einem Wert von 22 EUR von der Umsatzsteuer ausgenommen.
  • Ab dem 1. Juli unterliegen alle Handelsgüter, die in die EU importiert werden, der Umsatzsteuer und erfordern eine formelle Zollerklärung.

Aber keine Sorge, DHL unterstützt Sie bei jedem Schritt des Weges. Wir kümmern uns um Folgendes:

  • Alle Formalitäten der Zollabfertigung und
  • eine einfache Lösung für die Umsatzsteuerzahlung

Und so funktioniert das:

A) Wenn Sie Umsatzsteuer (oder andere anfallende Zollgebühren) bezahlen müssen:

  • Wenn Sie bereits über ein DHL-Konto verfügen, stellt DHL den Betrag Ihrem Konto in Rechnung.
  • Wenn Sie kein DHL-Konto haben, sendet DHL Ihnen einen Link, über den Sie die Zahlung online durchführen können. Bitte leisten Sie die Online-Zahlung so schnell wie möglich, um eine reibungslose Zustellung der Sendung zu gewährleisten.

B) Wenn die Umsatzsteuer (oder andere anfallende Zollgebühren) bereits bezahlt wurde (d. h. der Kaufpreis enthält bereits die Umsatzsteuer):

  • Es ist keine weitere Zahlung von Ihrer Seite erforderlich.

WICHTIG:

Wenn Sie aufgefordert wurden, Umsatzsteuer (oder andere anfallende Zollgebühren) zu zahlen, aber eine Sendung ohne Umsatzsteuer (oder andere anfallende Zollgebühren) erwarten, wenden Sie sich zur Klärung bitte an den Versender/Verkäufer der Waren.


Beispiele:

  • Der Versender hat den Umsatzsteuerbetrag nicht als Teil des Verkaufspreises angegeben.
  • Der Versender hat DHL nicht die richtigen Informationen übermittelt, z. B. den korrekten Warenwert.




* Länder der Europäischen Union (EU): Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

SIE SIND EIN VERSENDER IN DIE EUROPÄISCHE UNION?

ÜBERSICHT ÜBER DIE REGULATORISCHEN ÄNDERUNGEN BEI DER EINFUHRUMSATZSTEUERFREIGRENZE (DE MINIMIS) IN DER EU

Die Umsatzsteuervorschriften in der Europäischen Union (EU*) wurden geändert. Folgende Änderungen treten zum 1. Juli 2021 in Kraft:

  • Bisher waren Handelsgüter, die in die EU importiert wurden, bis zu einem Wert von 22 EUR von der Umsatzsteuer ausgenommen.
  • Ab 1. Juli:
    • Alle in die EU importierten Handelsgüter unterliegen der Umsatzsteuer.
    • Für alle Importe von Waren in die EU ist eine formelle Zollerklärung erforderlich.
    • Für Online-Verkäufer/Online-Plattformen wird ein neues (optionales) Programm zur Umsatzsteuererhebung eingeführt, das als Import-One-Stop-Shop (IOSS) bezeichnet wird. Es gilt nur für B2C-Warentransaktionen mit einem Wert bis zu 150 EUR.

WAS BEDEUTET DAS FÜR SIE?

1) Formale Zollerklärung

  • Um eine reibungslose Zollabfertigung am Zielort zu gewährleisten, ist es WICHTIG, dass Sie korrekte Daten auf der Handels-/Pro-Forma-Rechnung bereitstellen, wie z. B. Warenbeschreibungen, in Positionen aufgegliederte Werte, HS-Code und andere Informationen. Allgemeine Beschreibungen wie „Muster“ oder „Ersatzteile“ sind nicht zulässig.
  • Klicken Sie hier, um zu erfahren, wie Sie eine reibungslose Zollabwicklung gewährleisten.

2) USt.-Zahlung

  • Ab 1. Juli 2021 können Sie zwischen den folgenden Optionen zur Zahlung der Umsatzsteuer für in die EU importierte Waren wählen:

(A) Ohne IOSS (für B2C oder B2B | beliebiger Warenwert)

(B) Mit IOSS (nur für B2C | nur für Waren bis 150 EUR)

Wenn Sie sich dafür entscheiden, das neue (optionale) Umsatzsteuereinzugsschema, das als Import-One-Stop-Shop (IOSS) bezeichnet wird, NICHT zu verwenden, haben Sie die folgenden Optionen:

DHL zahlt die Umsatzsteuer beim Import an Behörden (und stellt diese dann dem vorab ausgewählten Kostenträger in Rechnung).
oder
Der Importeur zahlt die Umsatzsteuer beim Import direkt an die Behörden (über eigenes Import-Aufschubkonto).

Wenn Sie ein Online-Verkäufer sind und sich für die Verwendung des neuen (optionalen) Umsatzsteuereinzugsschemas mit der Bezeichnung Import-One-Stop-Shop (IOSS) entscheiden, gilt Folgendes:

Die Umsatzsteuer wird vom ONLINE-VERKÄUFER zum Zeitpunkt des Kaufs erhoben (und der ONLINE-VERKÄUFER zahlt diese dann über die monatliche Umsatzsteuererklärung an die lokale Steuerbehörde in der EU).

HINWEIS:

  • Wie heute gilt: Wenn Sie alle DHL-Gebühren bei der Buchung einer Sendung (im Namen Ihrer Kunden/Warenempfänger) im Voraus bezahlen, wird die Umsatzsteuer von DHL bezahlt und Ihnen anschließend (zusammen mit anderen Zollgebühren, falls zutreffend) in Rechnung gestellt.
  • Dadurch wird sichergestellt, dass für Ihre Kunden/Warenempfänger keine Gebühren anfallen.
  • Dieser Service wird als DHL-Abrechnungsservice „Duties & Taxes Paid“ (DTP) bezeichnet. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem DHL-Ansprechpartner.

HINWEIS:

  • IOSS macht die Registrierung für die Umsatzsteuerzahlung in jedem EU-Land, in das Sie verkaufen, überflüssig (nur für B2C-Waren bis zu 150 EUR). Zudem benötigen Sie in allen 27 EU-Ländern nur eine einzige IOSS-Identifikationsnummer.
  • Wenn Sie kein in der EU ansässiger Verkäufer sind, müssen Sie einen Vermittler (z. B. einen Steuervertreter) ernennen, der die Umsatzsteuerverpflichtungen in Ihrem Namen erfüllt.
  • Die IOSS-Registrierung erfolgt durch den Online-Verkäufer der Waren. Wenn Waren über eine Online-Marktplattform verkauft werden, kann die Online-Marktplattform für IOSS registriert werden und die Umsatzsteuerverpflichtungen erfüllen (in diesem Fall muss die IOSS-Nummer der Marktplattform angegeben werden).
  • Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu IOSS zu erhalten.

WICHTIG:

  • Wenn Sie sich für die Verwendung von IOSS entscheiden, müssen Sie die IOSS-Identifikationsnummer zusammen mit den Rechnungsdaten elektronisch an DHL übermitteln, damit DHL diese im Zollabfertigungsprozess verwenden kann. Andernfalls wird die Umsatzsteuer beim Import von Waren erhoben.

* Länder der Europäischen Union (EU): Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

Häufig gestellte Fragen zur Aktualisierung der Einfuhrumsatzsteuerfreigrenze (De Minimis) in der EU

Warum wird die De Minimis-Umsatzsteuer für Importe in die Europäischen Union ab dem 1. Juli 2021 abgeschafft?

Mit der Abschaffung der De Minimis-Regel zielt die EU darauf ab, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, ihre Unternehmen zu schützen und unlauteren Wettbewerb für EU-Unternehmen zu vermeiden. Nach den geltenden Vorschriften können importierte Waren, die in Nicht-EU-Ländern erworben wurden, von der Umsatzsteuer befreit werden, wenn sie weniger als 22 EUR kosten. Werden Produkte jedoch innerhalb der EU oder im Land erworben, wird die Umsatzsteuer immer erhoben, unabhängig vom Wert. Die EU ist der Ansicht, dass diese Ausnahmeregelung Unternehmen aus der EU gegenüber solchen benachteiligt, die nicht in der EU ansässig sind.

Hinweis: Die aktuelle De Minimis-Schwelle für Zölle wird sich nicht ändern, sie liegt weiterhin bei 150 EUR.

Wie können Versender vermeiden, dass dem Warenempfänger Umsatzsteuer (und andere zollbezogene Gebühren) berechnet wird?

Wie heute gilt: Wenn ein Versender alle DHL-Gebühren bei der Buchung einer Sendung (im Namen Ihrer Kunden/Warenempfänger) im Voraus bezahlt, wird die Umsatzsteuer von DHL bezahlt und dem Versender in Rechnung gestellt (zusammen mit anderen Zollgebühren, falls zutreffend, z. B. zollbedingte Lagerung, Multiline Entry usw.). Dadurch kann der Versender Waren zu einem All-Inclusive-Preis an einen Empfänger verkaufen, sodass dem Empfänger keine Gebühren berechnet werden. Dieser Service wird als DHL-Abrechnungsservice „Duties & Taxes Paid“ (DTP) bezeichnet. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem DHL-Ansprechpartner.

Was ist ein in der EU etablierter Vermittler für IOSS?

Der Vermittler ist eine in der EU registrierte steuerpflichtige Person, die Steuervermittlungsdienstleistungen erbringt. Diese juristische Person muss die Verpflichtungen gemäß IOSS erfüllen, einschließlich der Erklärung und Zahlung von Umsatzsteuer auf Fernverkäufe importierter Waren. Der Vermittler erhält eine IOSS-Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für jeden Steuerpflichtigen, für den er benannt wurde.

Mein Unternehmen hat keinen Sitz in der Europäischen Union. Kann DHL als Vermittler agieren, damit ich IOSS nutzen kann?

Nein, DHL fungiert nicht als Vermittler für IOSS/Umsatzsteuerzwecke.

Wo finde ich weitere Informationen zur Abschaffung der De Minimis-Regelung und IOSS?

Aktuelle Informationen zur Abschaffung der De Minimis-Regelung sowie weitere Informationen zu IOSS finden Sie auf der Website der EU.